PANHANDLE
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Eingebettet zwischen dem Golf von Mexiko und den Bundesstaaten
Georgia und Alabama erstreckt sich die Region Panhandle (wörtlich
 übersetzt "Pfannenstil") im Westen der Halbinsel in einem dunkel-
grünen Band aus Kiefernwald, das von unberührten weißen Stand-
stränden umrandet ist. Hier hat Florida einen eindeutigen
Südstaaten-Akzent; hier stehen noch die alten Herren-
häuser aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg.
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Moosbehangene Eichen säumen die Straßen, die ins Landesinnere führen.
In früheren Tagen war die Region ein Spielball berschiedener Eroberer:
Franzosen, Briten und zwei spanische Regenten waren hier. Sie hinter-
ließen Festungen, fremdländische Straßennamen ud Schiffswracks.
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Die alte Stadt Pensacola war bis 1820 die wichtigste Siedlung.
Dann wurde Tallahassee, auf halbem Wege zwischen Pensacola
und St. Augustine gelegen, zur neuen Landeshauptstadt gewählt.
Trotz späterer Versuche, das Regierungszentrum nach Süden
zu verlegen, blieb Tallahassee sich selber treu.
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Die attraktive kleine Stadt liegt nur einen Steinwurf von der Grenze
zu Georgia entfernt. Auf dem Interstate Highway südwärts eilende US-Touristen
umgehen Panhandle meist ebenso wie die internationalen Besucher, die gleich
nach Orlando oder Miami fliegen - deshalb ist diese Region ein Geheimtip.
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Die herrlichen Strände und niedrigen Hotelpreise werden fast ausschließlich
von Urlaubern aus Alabama, Georgia und Mississippi genutzt. Im Hinterland
haben sich eng miteinander verbundene, star an der Bibel orientierte Gemeinden
vom Leben im 20. Jahrhundert isoliert. Tief in den Wäldern versteckt, füllen
 Süßwasserquellen kleine Bäche und münden später in engen Buchten.
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Viele Ausflügler werden von der unterirdischen Schönheit der Florida Caverns
angezogen. Die großen Flüsse, auf denen einst Baumwolle, Zucker, Holz und
Terpentinöl verschifft wurde, dienen heute als Tummelplatz für Kanufans.
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